Die Gute Nacht

Bühnenpartner

Michael Heltau , Stimme

Besetzung

Peter Gillmayr — 1. Violine
Nebojsa Bekcic — Viola
Veronika Eber — Violoncello

Exklusives Booking

 

für Deutschland, die Schweiz und Luxemburg:

merkle kulturkonzepte

Gerold Merkle

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Germany

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Inhalt

Die Texte, die Michael Heltau für diesen Abend zusammengestellt hat, gehen vom Weihnachtsevangelium aus und beziehen diese uralte Heilserzählung auf uns heutige Menschen. Sie gehen der Sentimentalität aus dem Weg und lassen Raum für Nachdenklichkeit und Humor. Alle diese sehr unterschiedlichen weihnachtlichen Betrachtungen stehen unter dem gemeinsamen Motto „Fürchtet Euch nicht!“.

  • Evangelium nach Lukas
  • Die gute Nacht, Brecht
  • Was ein Kind gesagt bekommt, Brecht
  • In der Telefonzelle, Polgar
  • Heidschi Bumbeidschi, Anonym
  • Wie man vollkommene Weihnachten malt, Miroslav Holub
  • Weihnachten, Peter Meier
  • Ein gewisser Sanzio, Jean-Paul Sartre

Michael Heltau

Schauspieler, Rezitator, Sänger, Entertainer. Im deutschen Sprachraum gibt es wohl kaum einen vielseitigeren Künstler.

Bei den Salzburger Festspielen spielte er im „Jedermann“ den guten Gesellen. Dann war er der Bassa Selim in Giorgio Strehlers Inszenierung von Mozarts „Entführung aus dem Serail“. In Wien feierte er die größten Erfolge seiner Laufbahn. Er war Orlando („Wie es euch gefällt“), Carlos und Tellheim („Minna von Barnhelm“) im Theater in der Josefstadt, „Hamlet und Romeo“ am Volkstheater. An der „Burg“ profilierte sich Heltau in den siebziger und achtziger Jahren als der Hauptrollendarsteller schlechthin, und zwar gleichgültig, ob es sich um Klassiker oder um moderne Stücke handelte. Er war Schnitzlers melancholischer „Anatol“, Hofmannsthals sensibler „Schwieriger“ und Pinters sinistrer Lenny in „Heimkehr“, der temperamentsprühend-skurrile Dadaist Tristan Tzara in Stoppards „Travesties“ und der elegant undurchsichtige Baron Laborde in Hermann Brochs „Aus der Luft gegriffen“. Und schließlich Schillers „Wallenstein“. 1973 und 1974 war Heltau König „heinrich IV.“ in Strehlers furioser Shakespeare-Inszenierung „Das Spiel der Mächtigen“ bei den Salzburger Festspielen und 1975 am Burgtheater. Es folgte „Richard II.“ von Shakespeare. Die Zusammenarbeit mit Giorgio Strehler fand eine Fortsetzung bei Goldonis „Triologie der Sommerfrische“ am Burgtheater. Außerdem spielte er, auch wieder bei Strehler, den Mackie Messer in einer französischsprachigen Aufführung von Brechts „Dreigroschenoper“ in Paris.

Im Burgtheater war er als „Heinrich IV.“ im gleichnamigen Stück Pirandellos, als weltfremder Privatgelehrter Protasov in Gorkis „Kinder der Sonne“ und in der Titelrolle von Anton Tschechows „Onkel Vanja“ zu sehen. Peter Shaffers „Amadeus“ brachte ihm einen Serienerfolg ohnegleichen als Mozart.

Nach einem fulminanten Gastspielerfolg als Dr. Jura in „Das Konzert“ von Hermann Bahr am Wiener Volkstheater spielte und sang er den Bluntschli im Theater an der Wien („Helden, Helden“) und erhielt dafür die begehrte Kainz-Medaille.

Hiermit begann für Michael Heltau ein geradezu kometenhafter Aufstieg in der Showbranche als kongenialer deutscher Interpret der Lieder und Chansons des Belgiers Jacques Brel, dessen anspruchsvolle Texte er wie kein anderer theaterwirksam zu singen und zu spielen versteht. Ein Genre für sich bilden seine meist in Eigenproduktion herausgebrachten Fernseh-Shows; aus sehr persönlichem Anliegen entstanden, verknüpfen sie Show-Szene mit Theaterbühne, und sind als solche inzwischen legendär geworden. Für das ZDF gestaltete Heltau jahrelang den populären „Liedercircus“, der Chansons aller Stilrichtungen eine Arena bot.

Seit 1993 konnte Michael Heltau für über zehn Jahre einen Sensationserfolg bei Publikum und Presse als Professor Higgins in „My Fair Lady“ an der Wiener Volksoper verbuchen und gastierte in dieser Rolle auch im Berliner Metropoltheater. Ebenfalls an der Volksoper war er Honoré Lachailles in dem Musical „Gigi“.

Seine Solo-Chanson-Programme „Noch einmal, Herr Direktor!“ und „Im Rampenlicht“ dankte ihm das Publikum in den Opernhäusern von Wien, Berlin, Frankfurt, Hamburg etc. mit Standing Ovations.

Laut Pressestimmen war sein Zauberer Cotrone in Pirandellos „Die Riesen vom Berge“, Giorgio Strehlers letzter Burgtheater-Inszenierung, „der Höhepunkt seines künstlerischen Wirkens“. Anläßlich der Wiener Festwochen 2001 wurde Heltau berufen, die legendäre Strehler-Inszenierung von Mozarts „Le Nozze die Figaro“ mit Riccardo Muti am Pult der Wiener Philharmoniker mit neuen Sängern lebendig zu machen und im Geiste Strehlers behutsam in unsere Zeit zu holen. Heltau: „Im Geiste Strehlers zu arbeiten, heißt mit Menschen zu arbeiten“ ein aufsehenerregender Erfolg im Theater an der Wien, der ihn danach als Regisseur an die Mailänder Scala und zu den Opernfestspielen von Ravenna brachte.

Mit seinen Operetten-Programmen „Operette sich, wer kann“ und „Bruder Leichtsinn“ gastierte Heltau höchst erfolgreich im Wiener Ronacher, in der Volksoper und im Theater an der Wien.

2007 ist Heltau mit der musikalischen Show „Statt zu Spielen“ ins Burgtheater zurückgekehrt, eine Reverenz an dieses Haus, die bejubelt wurde und es auf über zwanzig Vorstellungen brachte.

Der seit 2010 im Akademietheater gezeigte Solo-Abend „I brauch kan Pflanz“ wurde ebenso zum großen Erfolg bei Publikum und Presse. Im März 2012 hatte seine neue Burgtheater-Produktion „Es ist immer Jetzt“ Première und erhielt enthusiastische Kritiken.

Schon als junger Schauspieler mit dem Karl Skraup-Preis geehrt, nahm er neben der Kainz-Medaille den Goldenen Rathausmann der Stadt Wien entgegen und wurde 1986 zum österreichischen Kammerschauspieler ernannt, dem die Stadt Wien ihre höchste Auszeichnung mit der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens ausdrückte. 1993 wurde Heltau der jüngste Doyen des Wiener Burgtheaters und erhielt 2001 vom österreichischen Bundespräsidenten das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse verliehen. 2003 wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft des Burgtheaters, 2004 mit der Ehrenmitgliedschaft der Wiener Volksoper ausgezeichnet. 2005 erhielt Heltau den „Nestroy“ für sein Lebenswerk. 2006 wurde ihm das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 2008 verlieh ihm die Wiener Mozartgemeinde, deren Präsident er durch viele Jahre hindurch gewesen ist, den Mozart-Ring. 2010 erhielt Heltau den eigens für Ehrenmitglieder des Hauses geschaffenen Burgtheater-Ring.

Streichtrio Sonare

Das Streichtrio Sonare wurde aus Stimmführern des Linzer Orchesters Ensemble Sonare gebildet und spielt neben der klassischen Trioliteratur von Mozart, Schubert, Beethoven in diesem Programm vor allem Musik von Johann Sebastian Bach. Im Zentrum stehen dabei die Goldberg- Variationen, die der russische Geiger Dmitri Sitkovetsky 1984 bearbeitet hat.

„Einst äußerte der Graf (von Keyserlingk, russ. Gesandter am Dresdner Hof und Freund Bachs) gegen Bach, dass er gern einige Clavierstücke für seinen Goldberg (Cembalovirtuose und Schüler Bachs) haben möchte, die so sanften und etwas muntern Charakters wären, dass er dadurch in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert werden könnte.“