Der Mond in der Mitte des Himmels

Russisch-Ukrainisches gesungen, gespielt, gesprochen

Bühnenpartner

Michael Dangl , Rezitation, Dramaturgie
Albert Pesendorfer , Bass

Besetzung

Peter Gillmayr — Violine
Andrej Serkov — Bajan
Guntram Zauner — Gitarre
Alvin Staple — Kontrabass

Der Mond in der Mitte des Himmels

Nikolaj Gogol, Begründer der modernen russischen Literatur, ist geprägt von der Volkskunst und Mystik seiner ukrainischen Herkunft.  Seine Erzählungen – die Petersburger wie die Ukrainischen – tanzen der Wirklichkeit auf der Nase, lachen über die Vernunft und berichten vom Einbruch des Dämonischen ins tägliche Leben.
Eingestreut werden groteske Miniaturen von Daniil Charms, dem Pionier der russischen absurden Dichtung.

Musik

Virtuose ukrainische Tangos von Efim Yourist, Opernarien von Tschaikowsky, Schlager wie Moscow nights, Poi Soldat Poi uvm.
 
Arrangements: Evelyn Klaunzer
 

Michael Dangl

Der Schauspieler und Autor Michael Dangl spielte seine erste Theatervorstellung im Alter von vier Jahren in der Schauspielgruppe »Karawane Salzburg«. Mit 18 Jahren wurde er ans Salzburger Landestheater engagiert, danach folgten Engagements in Mu?nchen, Köln, Koblenz und Hamburg. Helmuth Lohner holte ihn ans Wiener Theater in der Josefstadt, wo er seither als Protagonist die großen Rollen der Klassik und Moderne spielt. 2001 erhielt er den Europäischen Kulturpreis.

Michael Dangl spielte bei den Festspielen Salzburg, Reichenau und Bregenz. Er dreht Kino- und TV-Filme, spricht literarische Texte fu?rs Radio und gestaltet Rezitationsprogramme, wobei ihm die Zusammenarbeit mit Musikern besonders am Herzen liegt. Konzerte hat er u. a. mit Gidon Kremer, Jordi und Arianna Savall, Konstantin Wecker, Julia Hagen, Nicolas Altstaedt, Paul Gulda, Lorenz Duftschmid, Rafael Fingerlos, mit der Kremerata Baltica, dem Concentus Musicus, dem Klangforum Wien, der Camerata Salzburg und der Rheinischen Philharmonie. Er tritt im Wiener Konzerthaus, im Musikverein und bei verschiedenen Festivals auf: Kammermusikfest Lockenhaus, Styriarte Graz, Theater im Park Wien, Menuhin Festival Gstaad, Festival Sion, Gmundner Festwochen, Kronberg Academy u.v. a. In Moskau spielte er im Großen Saal des Tschaikowsky-Konservatoriums die Rolle des Frosch in »Die Fledermaus« in russischer Sprache, seit 2022 – auf deutsch –
am Staatstheater am Gärtnerplatz, Mu?nchen (Koproduktion mit dem Teatro Maggio Musicale, Florenz, Dirigent Zubin Mehta). Seit 2018 spielt er dort auch den Prof. Higgins im Musical „My Fair Lady“.

Besonders die Programme mit der Flötistin Maria Fedotova verbinden seine literarische mit der musikalischen Leidenschaft (»Casanova«, »Die Nachtigall«, 3 gemeinsame Weihnachts-CDs bei Gramola).
Michael Dangl ist Autor von Theaterstu?cken und den Bu?chern (dem Bestseller „Grado – abseits der Pfade“, zuletzt erschienen bei Braumu?ller der Roman „Orangen fu?r Dostojewskij“ und der Gedichteband „Hymnos an den Su?den“.

 

Albert Pesendorfer

Der gebürtige Oberösterreicher beendete die Saison 2020 / 2021 mit einer Vorstellungsserie an der Wiener Staatsoper und seiner Paraderolle dem Baron Ochs im ROSENKAVALIER, in der er gleich zu Beginn der Saison 2021 / 2022 auch an dem Litauischen Nationaltheater Vilnius zu erleben war. 

Die laufende Saison beinhaltet eine Neuproduktion von TRISTAN UND ISOLDE (König Marke) am Staatstheater Wiesbaden, eine Neuproduktion von BORIS GODUNOW (als Boris) an der Volksoper Wien und eine Neuproduktion von DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG an der Deutschen Oper Berlin, wo Albert Pesendorfer von 2012 bis 2016 Ensemblemitglied war. Hier war er in den großen Partien seines Fachs zu erleben, so sang er u.a. den Landgraf Hermann / TANNHÄUSER, König Marke / TRISTAN, Gurnemanz / PARSIFAL, Baron Ochs / DER ROSENKAVALIER, König Heinrich / LOHENGRIN, Fasolt / RHEINGOLD, Hagen / GÖTTERDÄMMERUNG, Sarastro / DIE ZAUBERFLÖTE, Banquo / MACBETH  und Sparafucile / RIGOLETTO.

In den vergangenen Spielzeiten gab er sein umjubeltes Debüt an der Wiener Staatsoper mit dem Hagen / GÖTTERDÄMMERUNG, komplettierte mit dieser Rolle auch den RING DES NIBELUNGEN an der Nationaloper Tokyo und kehrte mit dem Rocco / FIDELIO an die Hamburgische Staatsoper zurück. Er gab sein Debüt am Opernhaus in Zürich (Ludovico Nardi / DIE GEZEICHNETEN), am Teatro Real Madrid (Fasolt / DAS RHEINGOLD)  und der Opera de Monte Carlo (Osmin / DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL).

Albert Pesendorfer studierte Gesang und Flöte in Linz und Wien. Festengagements führten ihn von 2002 bis 2005 an das Theater Erfurt, in der Spielzeit 2005 / 2006 an das Tiroler Landestheater Innsbruck und von 2006 bis 2011 an die Staatsoper Hannover.

Sein Opernrepertoire umfasst über 70 Partien, vorwiegend die des Deutschen Wagner-Fachs wie Hans Sachs, Gurnemanz, König Heinrich, König Marke oder des italienischen Fachs, wie Filippo II., Zaccaria, Sparafucile und Banquo.

Zahlreiche Gastspiele führten den Bass an renommierte deutsche und internationale Bühnen mit den großen Rollen seines Fachs u.a. an die Staatsoper Stuttgart, die Oper Köln, die Hamburgische Staatsoper, die Staatstheater Darmstadt, Wiesbaden und Nürnberg, das Aalto Theater Essen, die Semperoper Dresden, die Vlaamse Opera Antwerpen, an die Wiener Staatsoper, die Wiener Volksoper und das Theater an der Wien, sowie an die Opernhäuser in Graz und Linz, dem Müpa-Festival Budapest und den Bregenzer und Bayreuther Festspielen. Bei letzteren gab er 2016 unter Marek Janowski mit überwältigen Erfolg sein Debüt als Hagen in der Premiere Götterdämmerung (inkl. TV- und Radioliveübertragung).

Konzertauftritte führten den Sänger u.a. in den Wiener Musikverein, in das Wiener Konzerthaus, in die Berliner Philharmonie, die Barbican Hall in London, sowie nach Japan und in die USA.

Im Wintersemester 2015 begann Albert Pesendorfer zudem seine Lehrtätigkeit als Professor für Gesang an der Universität der Künste in Berlin.