Ausgerechnet Weihnachten!

Erheiternde Literatur, rezitiert von Publikumsliebling Fritz Karl, umarmt von erwärmenden Streicherklängen – zur stillsten Zeit des Jahres.

Bühnenpartner

Fritz Karl , Stimme

Besetzung

Peter Gillmayr — 1. Violine
Kathrin Lenzenweger — 2. Violine
Christoph Lenz — Viola
Judith Bik — Violoncello

Exklusives Booking

 

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Literatur

Robert Gernhardt, Gert Heidenreich, Heinz Erhardt

Musik

Von Pachelbel bis Purcell und von Bach bis Jazz

Stimmen

» Von wegen lieblich! Weihnachten, das sind die Tage, an denen der Mensch zwischen persönlichen Krisen, Backofen, Einkaufszentrum und Verwandtschaft knapp am Totalkollaps vorbeirutscht. „Ausgerechnet Weihnachten“ hieß am Mittwochabend zum Jahresabschluss bei „SWR live!“ im Foyer des Funkhauses.

Mit größtem Genuss las der österreichische Schauspieler Fritz Karl Texte, die dem Klischee der „stillen Tage“ eine Absage erteilen um sich nicht weniger genüsslich um deren Kehrseiten zu kümmern – verbunden mit allen Klischees natürlich. Das Streichquartett Sonare Linz gab der Lesung den dazu passenden musikalischen Anstrich.

Mehr als Körnchen Wahrheit in jeder Weihnachtsparodie

Die Chemie zwischen Bühne und Publikum war flugs hergestellt. Vielleicht, weil in diesen Tagen alle im gleichen Boot sitzen und nur zu gut bestätigen können, dass mehr als ein Körnchen Wahrheit in fast jeder überspitzten Weihnachtsparodie zu finden ist. Mit großer Sicherheit aber, weil der aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen bekannte Fritz Karl das bisschen Platz um Tisch und Stuhl, auf das Lesungen zwangsläufig eingeschränkt sind, zur großen Schauspielbühne erhob. Darauf mokierte er sich aus der Sicht des Krippenesels mit ordentlichem Schmäh über die „Light-and-Sound-Show“ der himmlischen Heerscharen in der Heiligen Nacht. Beschrieben hat das Gerd Heidenreich in „Leiser konnte Gott nicht“.

„Weihnachten ist ein weibliches Fest“, stellt Dietmar Bittrich in seinem „Weihnachtshasserbuch“ unter dem Titel „Wir entwickeln Mitgefühl für Männer“ fest. Bitterböse Wahrheiten, von Karl mit jenem listigen Charme aufgetischt, bei dem die Ertappten nicht anders können, als über sich selbst laut aufzulachen. Ebenso lustvoll spielte sich der aus „Männerherzen“ und als Oberkellner Leopold in der Weiße-Rössel-Parodie von 2013 bekannte Schauspieler durch die „Beliebtesten Weihnachtskrisen“ von Daniel Glattauer und machte ein ums andere Mal vergessen, dass die Veranstaltung als Lesung angekündigt war.

Just als in Robert Gernhardt antiautoritärer Weihnachtsgeschichte die Falle über einem gutbürgerlichen Familienvater zuschnappt, war das geschriebene Wort endgültig als Ein-Personen-Theater zu erleben. Dem ständigen Augenzwinkern schloss sich das Streichquartett Sonare Linz mit witzigen verjazzten Versionen von Weihnachtsklassikern wie „Oh Tannenbaum“ an. Dass Heilig Abend irgendwo zwischen zwei Klischee-Extremen liegt und in allem „Wahnsinn“ so viel Wunderbares zu finden ist, rückten die Musiker mit festlichen Kompositionen von Bach und Purcell wieder zurecht. « — Michaela Paefgen-Laß, Rhein-Main-Presse